Kammmolch

 

Allgemein

Der Kammmolch (Triturus cristatus) gehört zu den Salamandern und ist mit bis zu 18 cm Körperlänge die größte heimische Molchart. Das sehr markante namensgebende Merkmal, der Rückenkamm, wird ausschließlich von den Männchen zur Paarungszeit ausgebildet. Im Spätsommer wird der Kamm zurückgebildet, was zu einer unscheinbaren Erscheinungsform führt.

 

Lebensweise

Die geschlechtsreifen Tiere folgen einem zweiphasigen Jahreszyklus, wobei die Fortpflanzung während der warmen Zeit im Wasser stattfindet und der Winter an Land überdauert wird. Die Männchen vollführen aufgrund der fehlenden Fähigkeit Laute abzugeben einen sehr aufwendigen Balztanz. Kammmolche sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und räuberisch, wobei Regenwürmer und Nacktschnecken an Land und verschiedene Egel sowie Kaulquappen anderer Amphibienarten im Wasser, zu ihrer bevorzugten Beute zählen.

 

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet des Kammmolches erstreckt sich von West- über Mitte und Osteuropa und schließt auch Teile Südskandinaviens mit ein. Wegen seiner wechselseitigen Anforderungen an Land und Wasserhabitate gilt der Kammmolch mittlerweile als stark gefährdet. Er benötigt eine flächige Verzahnung von sonnenexponierten Kleingewässern mit starkem Unterwasserbewuchs.  Dieser Feuchtgebietstyp ist im Verbreitungsgebiet sehr selten geworden. Erschwerend wirkt noch der Verlust von herumliegendem Totholz durch Landschaftspflegemaßnahmen. Dieses dient als Deckung während der Hitzeperioden.

 

Maßnahmen

Im Zuge des LIFE+ Projektes werden zahlreiche vorhandene Tümpel und ehemalige Fischweiher den Bedürfnissen des Kammmolches angepasst. Wichtig sind zum Beispiel die Reduzierung des Uferbewuchses und die Befreiung des Wasserkörpers von räuberischen Fischarten.