Wespenbussard

 

Allgemein

Der Wespenbussard (Pernis apivorus) gehört zu den habichtartigen Greifvögeln und erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 145cm.  Ungeachtet ihrer Wehrhaftigkeit, dient die namensgebende Fluginsektenart als Nahrungsquelle.

 

Lebensweise

Die Art gehört zu den Langstreckenzugvögeln und hat ihr Überwinterungsgebiet in Zentral-Äquatorialafrika. Zudem zählt die späte Heimkehr in die Brutgebiete zu den Merkmalen des Greifvogels. Aufgrund der sehr spezialisierten Ernährungsweise nimmt die Art eine Sonderstellung innerhalb der europäischen Greifvögel ein. Das Ziel sind Wespennester, welche ausgegraben und abtransportiert werden. Aufgrund der besonders dichten Federn können Stiche vermieden werden. In wespenarmen Sommern wird jedoch auf kleine Wirbeltiere, wie Frösche, ausgewichen.

 

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet des Wespenbussards erstreckt sich beinahe über den gesamten europäischen Raum und reicht in einem schmäler werdenden Band bis an die russisch-chinesische Grenze. Der bevorzugte Lebensraum beinhaltet abwechslungsreich strukturierte Laub- und Laubmischwälder, wobei Lichtungen oder sonnige Waldpartien, aber auch offenes Grünland für die Nahrungsbeschaffung aufgesucht werden. Somit ist die Art zwar auf wenige Wespen- und Hummelarten spezialisiert, aber wegen des ubiquitären Vorkommens der Beuteinsekten ist der Bestand nie gefährdet gewesen. Jedoch hat sich die Zerstörung insektenreicher Kulturlandschaften durch Eutrophierung oder die Verringerung des Laubholzanteils in mitteleuropäischen Wäldern, durchaus auf den Bestand ausgewirkt.

 

Maßnahmen

Im Zuge des LIFE + Projektes werden sowohl die Anlage von Lichtungen, als auch der Schutz von Mittelwäldern und weitere Maßnahmen, zur sich positiv auf den Bestand auswirkenden Strukturvergrößerung der Landschaft geplant.