Biotop Streuobstacker

Steuobstpflanzungen bestehen aus hochstämmigen, mit weitem Abstand gepflanzten Obstbäumen. Das Obst wird frisch, konserviert und als Rohstoff für die Mosterzeugung und Schnapsbrennerei verwendet. Neben der Obstnutzung werden auch die krautigen Pflanzen am Boden genutzt, beim Streuobstacker sogar - wie der Name sagt - durch  Ackerbau. Die Ackerflächen werden streifenweise mit Getreide und Kleegras ohne Düngung und Spritzmittel bestellt.

 

 

 

Flora und Fauna

Die alten Streuobstbäume und das offene Land dazwischen sind ideale Biotope für Tierarten der Waldränder und kleinteilig strukturierter Landschaften. Eine Vogelart, die im Landkreis Kitzingen ihren Verbreitungsschwerpunkt hat, ist der Ortolan. Bis vor wenigen Jahren hat er am Kirschwasen regelmäßig gebrütet. Ortolane sind Bodenbrüter, die ihre Nester häufig in Getreideäckern anlegen. Obstbäume oder Baumreihen werden als Sing- und Beobachtungswarte und zur Revierabgrenzung genutzt. Aus einer reich strukturierten Landschaft geht auch ein großer Insektenreichtum hervor, der dem Ortolan als Nahrung dient.

 

Bedeutung für Europa

Der Ortolan, typischer Brutvogel der Streuobstäcker, ist eine europaweit besonders geschützte Vogelart. Übrigens soll sein Gesang Beethoven zur Fünften Sinfonie ("Schicksalssinfonie") inspiriert haben.