Teiche

Natürliche Seen gibt es im Life-Projektgebiet nicht. Die größeren stehenden Gewässer, die unter anderem tausenden von Amphien als Laichgrund dienen, sind alle vom Menschen gemacht.  Aufgrund der geringen Tiefe und dadurch hohen Lichtexposition des Gewässergrundes können sich Wasserpflanzen flächendeckend ausbreiten.

 

 

Entstehung und Erhaltung

Ein Teil der Teiche im Projektgebiet wurde als Schwallweiher genutzt. Mit ihnen regelten Müller die Wassermenge zum Betrieb ihrer Mahlwerke. Andere dienten vor allem der Fischzucht. Teilweise werden sie bis heute für diesen Zweck genutzt. Die Dämme können im Lauf der Jahre undicht werden; auf dem Teichgrund können sich im Lauf der Jahre dicke Schichten aus abgestorbenem Pflanzenmaterial bilden - der Teich verlandet. Will man alte Teiche erhalten, müssen sie deshalb gelegentlich repariert oder saniert werden. Einige Sanierungen erfolgen im Rahmen des Life-Projektes.

 

Flora und Fauna

In Bezug auf die Tierarten gehören nicht oder nur extensiv fischereiwirtschaftlich genutzte Teiche zu den artenreichsten Süßwassersystemen.  Das Repertoire reicht von vielen Insektenlarven, über Krebsarten bis hin zu einer reichen Vogelfauna. In diesem System spielen wieder die Amphibien eine wichtige Rolle. Erdkröte, Teichfrosch, Laubfosch, Springfrosch, Kammmolch und Teichmolch nutzen Teiche zur Paarung und als Laichgewässer. Ermöglicht wird die hohe Biodiversität auch durch eine Vielfalt an Wasserpflanzen, welche einen hohen Grad an Habitatsdifferenzierung bewirken. An der Spitze der langen Nahrungskette stehen größere Süßwasserfischarten, wie Hecht und Zander. Auf Seiten der Reptilien sind Ringelnattern anzutreffen.
 

Bedeutung für Europa

Die Relikte der historischen Wasserbewirtschaftungsform sind das wichtigste Habitat des Kammmolches im Projektgebiet. Der Kammmolch ist eine europaweit besonders geschützte Art.