Halsbandschnäpper

 

Allgemein

Der Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis) gehört zu den Singvögeln und erreicht eine Größe von 13 cm. Die Auffällige schwarz-weiße Färbung ist lediglich von den Männchen ausgeprägt, während Weibchen ein schlicht graues Federkleid tragen.

 

Lebensweise

Das namensgebende Merkmal ist die überwiegend auf die Jagd von Fluginsekten ausgerichtete Ernährungsweise, wobei er aber auch am Boden nach Insekten und Spinnen sucht, oder seltener Beeren frisst. Die Art zählt zu den Langstreckenzugvögeln und überwintert im westlichen Afrika. Auffallend ist die kurze Aufenthaltsdauer im Brutgebiet, von nur drei Monaten. Aufgrund der kurzen Brutperiode und der Spezialisierung ist ein Ausbleiben des Bruterfolges in kühlen feuchten Sommern keine Seltenheit.

 

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Mittel-, Süd- und Osteuropas, bis nach Zentralasien und Westafrika. Ursprünglich war der bevorzugte Lebensraum vorwiegend in Hartholzauen zu finden. In jüngerer Zeit jedoch konnte sich der Halsbandschnäpper in Obstwiesen ansiedeln, im Besonderen nachdem im 19. und 20. Jahrhundert vermehrt Nisthilfen angebracht wurden. Oberhalb von 500 m über NN. kommt die Art nur selten vor.  Obwohl sein Bestand als gesichert gilt, gibt der starke Rückgang der Individuenzahlen seit der Intensivierung des Streuobstanbaus und den landschaftlichen Strukturveränderungen seit den 1970igern, Grund zur Sorge.

 

Maßnahmen

Im Zuge des LIFE+ Projektes werden ein kleinparzellierter Streuobstacker und eine traditionell zu bewirtschaftende Weinbergsfläche angelegt. Der Erhalt von Hohlbäumen als Nistplätze und die geplanten Auflichtungen, sowie Waldinnensäume in ehemaligen Mittelwaldflächen werden sich ebenfalls positiv auf den Bestand auswirken.