Rotmilan

 

Allgemein

Der Rotmilan (Milvus milvus) gehört zu den habichtartigen Greifvögeln und erreicht eine maximale Flügelspannweite von 175 cm. Die namensgebende rötlich braune Färbung ist bei Männchen und Weibchen gleichermaßen ausgeprägt.

 

Lebensweise

Die Art gehört zu den Suchflugjägern. Das Beutespektrum ist sehr vielfältig und reicht von Säugetieren, über Vögel, Fische, Reptilien bis hin zu Käfern und Regenwürmern. Der Rotmilan ist sehr sozial und bezieht häufig Nachtlager mit bis zu mehreren hundert Artgenossen und begibt sich auch im Verbund auf die Jagd. Das Zugverhalten ist uneinheitlich. Sowohl das Überdauern des Winters im Brutgebiet, wie auch der Zug nach Südeuropa können beobachtet werden. Wobei bedingt durch den Klimawandel eine Tendenz zum Verbleiben deutlich wird.

 

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet des Rotmilans erstreckt sich mehrheitlich in einem Band von Südwest- nach Nordosteuropa. Als typischer Vertreter der Greifvögel benötigt er für die Jagd weite, offene Flächen, die mit Gehölzen durchsetzt sind und höhere Bäume als Horststandorte miteinschließen. Ungeachtet der guten Anpassung an europäische Intensivlandwirtschaftsflächen ist der Bestand in den frühen 1990iger Jahren stark zurückgegangen, weshalb er noch heute als bedroht gilt.

 

Maßnahmen

Im Zuge des LIFE+ Projektes wird ein Besucherlenkungskonzept entwickelt welches die sensiblen Brutplätze des Rotmilans schützt und gleichzeitig auf attraktive Beobachtungsstandorte aufmerksam macht.