Schwarzer-Wiesenknopf-Ameisenbläuling

 

Allgemein

Der Schwarze-Wiesenknopf-Ameisenbläuling, auch Schwarzblauer Bläuling (Phengaris nausithous oder Maculinea nausithous) gehört zu den Tagfaltern und erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 4 cm. Die namensgebende Blaufärbung ist nur bei den Männchen ausgeprägt.

 

Lebensweise

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Lebenszyklus des Tieres eng an die Existenz zweier anderer Arten geknüpft. Der große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) dient als Futterpflanze, sowohl für die Frühentwicklungsphase der Raupen, als auch für die fertigen Falter. Weiterhin werden die Eier dort abgelegt. Die Rotgelbe-Knotenameise (Myrmica rubra) wird im zweiten Entwicklungsstadium der Raupe von dieser getäuscht und als „Kindermädchen“ benutzt, während die Schmetterlingsbrut sich im Ameisenbau von den Ameisenpuppen ernährt.  Hierbei macht die Raupe Gebrauch von sogenannten Honigduftdrüsen, mit Hilfe derer die Ameisen mit Zuckerwasser „bestochen“ werden.

 

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet der Falter reicht von Mitteleuropa im Westen bis zum Ural im Osten und bis in die Türkei im Süden. Aufgrund der direkten Abhängigkeit von zwei assoziierten Arten und der Gefährdung der jeweiligen Lebensräume gilt der Schwarze-Wiesenknopf-Ameisenbläuling als besonders gefährdet. Eine verfrühte Mahd und damit der Verlust des Geleges oder der Rückgang der Ameisenbaudichte durch Bodenverdichtung sind hierbei als besondere Hemmnisse zu erwähnen.

 

Maßnahmen

Im Zuge des LIFE+ Projektes werden im gesamten Projektgebiet magere Flachlandmähwiesen als Lebensraum für den Falter entwickelt. Hierbei sind ein Abtrag des Oberbodens, zur Entfernung einer durch intensivierte Nutzung nährstoffreich gewordenen Bodenschicht und eine darauffolgende Heublumenansaat nötig.